Sauberkeitsentwicklung
Wie setzen wir die Sauberkeitsentwicklung in der Kindertagesstätte um?
von der Windel zum Töpfchen bzw. zur Toilette
Dieser Trockenwerdeprozess umfasst einen längeren Zeitraum. Dieser beginnt ca. mit 24 Monaten.
Sauberwerdephasen
1) Das Kind ist neugierig auf die Dinge, die im Bad geschehen.
Um diese Neugier zu fördern fragen wir es u.a.:
- Was machen die Großen im Bad?
- Wozu benötigt man einen Topf?
- Was kommt in den Topf hinein?
2) Das Kind bekommt angeboten, selbst einmal auf einem Topf/ Toilette zu sitzen.
Es geht dabei nicht um die ersten Erfolge des Kindes, sondern darum, dass sich das Kind, mit dem für ihn neuen Gegenstand, auseinandersetzt.
Wenn das Kind auf dem Töpfchen/ Toilette Erfolg hat, kann dies auch nur durch Zufall passiert sein. Zu beachten ist immer der jeweilige Entwicklungsstand des Kindes.
3) Es ist wichtig, das Kind in der Trockenwerdephase zu beobachten.
Wir versuchen Antworten auf folgende Fragen zu finden:
- Ist es zwischenzeitlich schon mal trocken?
- In welchen Zeitabständen ist es schon trocken?
- Bemerkt das Kind, was in der Windel passiert?
- Ist es in der Lage die Blase zu steuern?
- Auf welche Weise äußert sich das Kind, wenn es mal muss? (ah, ah o.ä., trippeln, tänzeln)

4) Wir besprechen mit dem Kind, was passiert ist.
Dass es keine Windel mehr braucht, da es schon oft trocken war. Es bekommt von uns das Angebot auf den Topf / Toilette zu gehen. Ab diesem Schritt beginnt eine intensivere Zusammenarbeit mit den Erziehenden, damit das Kind auch zu Hause, an den Topf gewöhnt wird.
Die Wege des Kindes werden beachtet. Bevor das Haus verlassen wird es gefragt, ob es mal auf den Topf/ Toilette muss. Das Zeitgefühl muss sich bei dem Kind noch entwickeln.
Das Kind wird gefragt ob es auf den Topf/Toilette muss. Es wird nicht gezwungen, auch wenn es anschließend schief geht. Das Kind wird nicht ausgeschimpft.
Es klappt von Mal zu Mal besser.
5) Es wird immer besser.
Das Kind kann einige Minuten den Toilettengang anhalten.
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